Makrobiotik

Woher kommt die Makrobiotik ?

Der Begriff Makrobiotik taucht erstmals in den Schriften des Hippokrates, des Vaters der westlichen Medizin, auf. In seinem Essay "Luft, Wasser, Orte" beschrieb er mit diesen Worten Menschen, die besonders gesund waren und ein hohes Alter erreichten. Aus dem Griechischem übersetzt bedeutet makro "groß" und bios "Leben". Herodot, Aristoteles, Galen und andere Autoren des klassischen Altertums bezeichneten mit dem Begriff Makrobiotik einen bestimmten Lebensstil, der auf der Grundlage einer einfachen Ernährung beruhte und der Gesundheit und Langlebigkeit versprach.

Gegen Ende des achtzehnten Jahrhunderts war es der deutsche Arzt und Philosoph Christoph W. Hufeland, der neues Interesse an diesem Begriff weckte. Sein viel beachtetes über Ernährung und Gesundheit trug den Titel Makrobiotik oder die Kunst, das Leben zu verlängern.

Nahezu ein Jahrhundert später erfuhr der Begriff Makrobiotik eine weitere Renaissance - dieses Mal in Japan. Zwei Professoren, Sagen Ishitsuka, Mediziner, und Yukikazu Sakurazawa heilten sich mit einer Diät aus Vollreis (braunem Reis), Misosuppe, Meeresgemüsen (Algen) und anderen traditionellen Nahrungsmitteln von schweren Krankheiten. Diese Lehrer verbrachten viele Jahre damit, die östlichen Heilweisen und Philosophien zu studieren und mit jüdisch-christlichem Gedankengut und holistischen Ansätzen der modernen westlichen Wissenschaft und Medizin zu verbinden.
Sakurazawa kam 1920 nach Paris. Er nannte sich später George Oshawa und wandte den Begriff Makrobiotik auf seine Lehren an.

Vom Beginn seiner Erkrankung bis zu seinem Tode im Alter von vierundsiebzig Jahren widmete Oshawa sein Leben der Aufgabe, die Anwendbarkeit der Makrobiotik unter normalen Lebensbedingungen zu demonstrieren. Er setzte sich stark für die Verbreitung von Informationen über diesen Lebensstil ein, besuchte mehr als dreißig Länder, hielt über siebentausend Vorträge und veröffentlichte über dreihundert Bücher.

Oshawa hatte viele Schüler, unter ihnen Mishio Kushi. Kushi wurde im Jahre 1926 geboren und erwarb einen Grad in Völkerrecht an der Universität von Tokio, bevor er 1949 in die Vereinigten Staaten kam. Während er seine Studien an der Columbia-Universität in New York fortsetzte, begann er, die makrobiotische Lehre über Ernährung und Gesundheit zu verbreiten. Kushi teilte sein Wissen über Makrobiotik und natürliche Lebensweise mit einer solchen Begeisterung mit anderen Menschen, daß er beschloss, diese Arbeit zu seiner Lebensaufgabe zu machen.

Quelle: Der makrobiotische Weg / Bauer Verlag / Michio Kushi